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b_100_0_16777215_00___images_news_2012_05_15_1.jpgFußballprofi, Bundeskanzler, Rennfahrer oder doch lieber Tierarzt? Nein, seit gestern möchte der sechsjährige Leon „so was wie der Reinhold Albrecht werden“. Der ist Weinheims oberster Brandschützer und stand beim Tag der offenen Tür von Weinheims Blauröcken am Sonntag wie die meisten seiner Kollegen im Mittelpunkt brennenden Interesses. „Jede Menge Aufregendes“ gab es aber nicht nur für Leon zu bestaunen und zu erleben. Aufgereiht wie die Perlen an einer Schnur glänzten die roten Löschfahrzeuge rund um das Gelände des modernen Feuerwehrzentrums an der Bensheimer Straße. „Höhepunkt“ im wahrsten Sinne des Wortes: Die auf 32 Meter Höhe ausgefahrene Drehleiter. Schauübungen ließen darüber hinaus bei den Zaungästen das Herz schneller schlagen. Und beim Stationslauf des „Experimentariums“ waren schließlich alle Feuer und Flamme. „Wie brennt Kleidung?“ galt es da unter anderem zu erfahren. Sich beim „Temperaturfühlen“ nicht die Finger zu verbrennen, das „Löschen mit dem Feuerwehrschlauch“ zu erlernen und eine „Bombe“ zu entschärfen. „Sprich, ein Zahlenschloss zu knacken“, schmunzelten die mit der Stoppuhr „bewaffneten“ Jungfeuerwehrmänner.

Für den größten Knalleffekt sorgten die Floriansjünger durch die Demonstration einer Fettexplosion. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wissen nicht nur die Kids, dass man brennendes Fett niemals mit Wasser löschen sollte. „Wichtig ist, dass die Kinder das Element Feuer nicht verteufeln“, erklärte dazu einer der Brandschützer. Denn eigentlich sei Feuer ja etwas Schönes, „solange es nicht außer Kontrolle gerät“. Eine Station weiter versuchte sich der zwölfjährige Yussuf am Eintreten einer mit einem Holzriegel verschlossen Tür. In jedem Krimi oder Katastrophenfilm scheinbar eine Leichtigkeit. „Mindestens zehn Mal bin ich jetzt schon dagegen gerannt“, schüttelte Yussuf den Kopf. „Aufbekommen habe ich sie aber nicht“. Eine bestimmte Technik gibt es dafür eigentlich nicht, sagt der danebenstehende Jungfeuerwehrmann: „Nur mit den Händen voraus ist nicht zu empfehlen“. Mit einem von Diakon Tomas Knapp und Pfarrerin Agnes Seyferth gehaltenen ökumenischen Gottesdienst war der „Schautag“ eröffnet worden. Der allerdings bereits mit einem Ernstfalleinsatz begonnen hatte, „als sich die meisten Menschen in ihrem Bett noch einmal auf die andere Seite drehten“, wie Pressesprecher Ralf Mittelbach berichtete: Ein Zimmerbrand am Marktplatz hatte die Einsatzkräfte an ihrem Feierwochenende kräftig gefordert. Zurück zum Tag der offenen Tür, wo ein Flohmarkt die Besucher als weiterer Magnet ebenso anzog wie die Feldküche und eine Fahrradcodieraktion der Polizei. Gefragt waren zudem die vom ADAC empfohlenen „Rettungskarten“. Diese erleichtern es den Einsatzkräften, die „Knackpunkte“ eines Fahrzeugmodells zu erkennen, „an denen an der Karosserie Spreizer und Schere anzusetzen und welche Vorsichtsmaßnahmen zu beachten sind, um Airbags nicht nachträglich auszulösen“, klärte Abteilungskommandant Patrick Müller auf. Angesichts der Vielzahl an unterschiedenen Typen sei dies den Einsatzkräften nicht immer bekannt. Ganz wichtig: „Die Karte muss einheitlich hinter der Fahrersonnenblende angebracht werden“.

Quelle Text Rhein Neckar Zeitung vom 15.05.2012

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